Teilqualifizierung und verlängerte Lehrzeit

aus der Kategorie: Lehre

Chancen für schwächere, benachteiligte oder behinderte Jugendliche

Bei der Teilqualifizierung werden in ein bis drei Jahren Teile des Lehrberufs vermittelt. Welche Teile das sind, richtet sich nach den Möglichkeiten des Jugendlichen, den Anforderungen des Betriebs und der Berufsschule. Zur Unterstützung dieses Prozesses gibt es auch eine Berufsausbildungsassistenz die die Abstimmung von Lehrinhalten mit allen Beteiligten begleitet. Am Ende der Teilqualifizierung steht eine Prüfung, der Lehrling erhält ein Zertifikat der Wirtschaftskammer. Bei der verlängerten Lehre werden die regulären Inhalte des Berufs vermittelt, Jugendliche haben aber ein bis zwei Jahre länger dafür Zeit. Am Ende steht ein regulärer Lehrabschluss. Arbas wickelt diese Ausbildungsform in Tirol seit vielen Jahren ab und vermittelt zwischen Betrieben und Jugendlichen.

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 106 junge Frauen und Männer eine Teilqualifizierung gemacht, 638 eine verlängerte Lehre. „Eine der großen Stärken dieser Formen ist, dass der Umfang flexibel angepasst werden kann. Sollte sich im Laufe der Zeit zeigen, dass ein Jugendlicher mehr kann als ursprünglich gedacht, kann auch mehr Lehrstoff vermittelt werden. Wenn sich zeigt, dass jemand langsamer arbeitet als gedacht, kann die Dauer der Lehre variiert werden“, sagt Harald Schneider, Geschäftsführer von arbas.

Wechsel zwischen den Ausbildungsarten
Bei einer Ausbildung in einem regulären Lehrberuf, einer Ausbildung mit verlängerter Lehrzeit oder bei einer Teilqualifizierung ist ein Wechsel in eine jeweils andere dieser Ausbildungen möglich. Voraussetzung dafür ist, dass unter Einbeziehung der Bildungsdirektion eine derartige Vereinbarung zwischen allen Beteiligten abgeschlossen wird.

Das könnte dich auch interessieren

jetzt teilen

Aus der Kategorie: Lehre

Weitere Beiträge aus unserem Archiv